Rund um dich

Beiträge zu Themen rund um das Reisen und die Persönlichkeit

  • Thumbnail Unsere 11 Buchtipps

    Unsere 11 liebsten Reisebücher gegen Kummer und Fernweh

    Bücher lehren. Und Reisen lehrt. Für uns ist es Entspannung und Quality Time pur in Ruhe ein Buch in der Hand zu halten und uns von verschiedenen Ländern, Kulturen und damit auch Lebensperspektiven berieseln zu lassen. In diesem Beitrag stellen wir für dich die für uns schönsten und inspirierendsten Reisebücher vor. Alle diese Bücher können wir wirklich empfehlen und wurden persönlich von uns gelesen. Außerdem werden wir dieses Best Of in regelmäßigen Abständen aktualisieren.

    Unser Fokus liegt dabei bewusst weniger auf praxisnaher Informationsliteratur, wie beispielsweise Reiseberichte oder Reiseführer, sondern vielmehr auf erzählten Geschichten von Kultur, Leben und Menschen sowie lebensphilosophischer Auseinandersetzungen. Ganz egal, ob während deiner Reise oder Zuhause – diese Bücher bieten in jeder Gelegenheit eine tolle Inspiration und sind eine gute Medizin gegen Kummer und Fernweh. Übrigens eignen sie sich auch ideal als Geschenk für Weltenbummler und Abenteurer.

    Ausführliche Buchbeschreibungen findest du nur einen Klick entfernt auf Amazon. Wir möchten dir hier unsere ganz persönlichen Eindrücke aufzeigen.

    Reisebücher

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    1. Die Safari des Lebens – John Strelecky

    Eine Reise nach Afrika und zu sich selbst. Die Safari des Lebens ist für uns der Inbegriff von einer sinnbildhaften Lebensreise. Die Big Five der wilden Tiere in Afrika werden hier auf die Big Five for Life übertragen. Ein perfektes Buch für einen langen Nachmittag. Denn dank der vielen süßen und selbstgemalten Bilder lässt sich das Buch im wahrsten Sinne des Wortes verschlingen. Es besteht absolute Suchtgefahr. Wir haben es nicht nur einmal gelesen.

    2. Eine Insel nur für uns - Adrian Hoffmann und Nina Hoffmann

    Wer träumt nicht von einem Leben auf einer paradiesischen Südseeinsel zwischen Palmen und Papayas? Einfach das öde Leben in Deutschland hinter sich lassen und den Bürostuhl gegen eine Hängematte tauschen. Aber auch zu lernen was es heißt, sich selbst zu versorgen statt durchs Schlaraffenland Supermarkt zu schlendern. Nina und Adrian haben ihre Jobs gekündigt und haben all dies in die Tat umgesetzt. Abenteuerlich!

    3. Frühstück mit Elefanten – Gesa Neitzel

    Gesa hat uns beide total in ihren Bann gezogen. In ihrem ersten Buch Frühstück mit Elefanten erzählt sie die abenteuerliche Geschichte von ihrer Ausbildung zur Rangerin in Südafrika. Von Spurenlesen, Überlebenstraining und der Verbindung zur afrikanischen Wildnis – Gesa inspiriert und beeindruckt! Reisen kann Jeder, aber eine Ausbildung zur Rangerin? Absolut cool!

    4. The Wonderful Wild – Gesa Neitzel

    Nach Frühstück mit Elefanten waren wir total angefixt. Zum Glück hat Gesa mit The Wonderful Wild für Nachschub gesorgt. Dieses Buch hebt ihre Geschichte und ihre Lehren aus der Ranger-Ausbildung nochmal auf eine ganz andere Ebene. Wer weitere Abenteuer und Erlebnisberichte erwartet, liegt falsch. Dieses Buch ist weitaus philosophischer und geht tiefgründigen Fragen zum Menschsein nach. Es erfordert Konzentration und Offenheit, ist aber unheimlich inspirierend. Am Ende des Buches kannst du sogar dein eigenes Wildnis-Versprechen unterzeichnen.

    5. Der Rikscha-Fahrer, der das Glück verschenkt - Biyon Kattilathu

    Hier haben wir mal etwas ganz anderes für dich. Statt auf weite Reisen nimmt Rahul, der Rikscha-Fahrer, dich mit auf kleine Reisen innerhalb Neu-Dehlis. Jede Kurzgeschichte vermittelt eine andere Lebenslehre und dies auf total authentische und begreifliche Weise. Ein Stück Lebensphilosophie verpackt in alltäglichen Geschichten. Für uns die perfekte Abendlektüre.

    6. Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden - Per J. Andersson

    Wir bleiben in Indien, zumindest für den Beginn dieser wahren Geschichte. Unzähmbare Liebe treibt einen jungen, mittel- und kastenlosen Inder dazu, seiner schwedischen Traumfrau mit dem Fahrrad in ihre Heimat zu folgen. Neben ehrlich beschriebenen Gefühlswelten, finden wir besonders die geschilderten kulturellen und menschlichen Unterschiede in den auf dem langen Weg durchkreuzten Ländern spannend.

    7. Woanders ist auch Alltag - Matthias Eckoldt & Matthias Baxmann

    Deutsche im Ausland berichten über Sitten und Situationen in ihrer Wahl- oder Berufsheimat. Dabei werden teilweise Klischees bedient, aber manchmal auch komplett widerlegt oder wirklich überraschende Verhaltensweisen und Reaktion auf Alltagssituationen beschrieben. In vielen kleinen Episoden erfährt man definitiv mehr über Mensch und Kultur in den USA, in Russland, in Israel, in Namibia, Argentinien und vielen weiteren Ländern. Wirklich unterhaltsam und lehrreich!

    8. Bärti muss mit! – Janina Breitling

    Weltreise mit Kind? Ein polarisierendes Thema, welches bestimmt mehreren Müttern oder Vätern unter den Nägeln brennt. Bevor ihr Sohn Max eingeschult wird, will die alleinerziehende Janina die gemeinsame Mama-Sohn-Zeit nochmal so richtig auskosten und ihm die Welt zeigen. Dabei stößt sie immer wieder auf Kritik aus ihrem Umfeld oder dem Internet. Wie sie den Weg gemeistert hat und was der kleine Max daraus fürs Leben gelernt hat, erfährst du in diesem Buch. Total süß und mutmachend!

    9. Reise durch einen einsamen Kontinent – Andreas Altmann

    Ach, Südamerika! Du weißt, wie sehr wir diesen Kontinent lieben. Nicht nur deshalb hat uns dieses Buch gefesselt. Fernab von Touristenpfaden erzählt Andreas Altmann positiv wie negativ emotionale Geschichten von Einheimischen ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Es wird nichts verherrlicht. Ehrlichkeit ist Trumpf. Und genau dies macht es so spannend. Eine Reise durch Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile mal anders!

    10. The Motorcycle Diaries – Che Guevara

    Die Reise durch Südamerika geht weiter. Der berühmte Revolutionär Che Guevara bereiste als junger Mann diesen weiten, atemberaubenden Kontinent mit seinem Motorrad und reifte auf diesem Abenteuer zu dem Mann heran, zu dem er später wurde. Eine faszinierende Geschichte seiner Persönlichkeitsentwicklung, insbesondere auch durch das Reisen, das Erleben von Menschen, Kulturen und ihrer Lebensumstände. Dieses Buch ist wirklich nicht nur was für Politikinteressierte!

    11. Wo geht’s denn hier zum Glück? - Maike van den Boom

    Was sind wir in Deutschland doch so unglücklich. So viele Menschen brechen auf, um woanders auf der Welt ihr Glück zu finden. Wieso eigentlich? In journalistischer Manier geht Maike van den Boom der Frage auf den Grund, wieso Menschen in anderen Ländern so viel glücklicher sind als wir. Was sind die 13 glücklichsten Länder der Erde? Du wirst über das ein oder andere Land und die daraus folgenden Erkenntnisse überrascht sein.

    Und jetzt ab in die Hängematte, auf die Couch oder an deinen ganz persönlichen Lieblingsort!

    Jetzt du! Welches dieser Werke hast du bereits gelesen und hat dich besonders inspiriert? Erweitere gerne unsere Liste mit deinen liebsten Reisebüchern direkt hier unten in den Kommentaren!

  • Thumbnail - Social Working im Ausland - Blogparade

    Social Working im Ausland – Erzähl uns von deinen Erfahrungen!

    Menschlicher Zusammenhalt, Solidarität und Unterstützung derjenigen, die sie gerade nötig haben. Diese gesellschaftlichen Werte scheinen in diesen Tagen so präsent wie nie zuvor. Viel zu häufig schwirren ebendiese Werte irgendwo im Hintergrund herum, ohne dass ein Großteil von uns sie wahrnimmt. Wir denken momentan sehr häufig an unsere Zeit in Peru zurück, in der wir uns beide in jeweils verschiedenen Projekten sozial engagierten und uns schließlich so kennenlernten.

    Für uns war dieser Flashback ein Anlass eine Blogparade zu diesem Thema zu starten. Wir sind uns sicher, dass einige da draußen bereits viel Gutes für unsere Mitmenschen in der Welt getan und total spannende Geschichten zu erzählen haben. Lasst uns mit dieser Blogparade alle gemeinsam inspirieren, anregen und vernetzen!

    Social Working – Was ist das?

    Social Working klingt irgendwie pathetisch, oder? Die Übersetzung ins Deutsche und die eigentliche Bedeutung ist jedoch ganz simpel und ursprünglich. Laut Cambridge Dictionary ist ein sozialer Arbeiter „eine Person, die für eine soziale oder private Einrichtung arbeitet, um Hilfe und Unterstützung für bedürftige Menschen anzubieten“.

    Nach unserem Verständnis umfasst der Begriff jedoch noch etwas mehr. Soziales Engagement jeglicher Art, welches man aus tiefster Überzeugung und ohne kommerzielle Intention heraus ausübt, kann ebenso andere unterstützenswerte Ziele in nicht direkter Verbindung mit dem Menschen haben. So zum Beispiel Tiere oder die Natur.

    Social Working im Ausland - Henriks Projekt
    Blogparade – Was ist das?

    Dies hier ist unsere erste Blogparade. Vielleicht sind unter euch ja noch ein paar „Blogging-Rookies“, die sich gerade fragen: „Blogparade?! Ich kenn nur eine Karnevalsparade oder die Haribo Air Parade“.

    Bei einer Blogparade ergreift ein Blog die Initiative (das sind wir) und ruft andere Blogger oder Autoren zur Mitarbeit an einem vorgegebenen Thema, was dem veranstalteten Blog am Herzen liegt, auf. Gemeinsam kann so ein bestimmtes Thema ins öffentliche Bewusstsein gerufen werden und alle Teilnehmer*innen gewinnen im Bestfall an Aufmerksamkeit und Reichweite. Alle teilnehmenden Beiträge werden in der Blogparade verlinkt und vorgestellt.

    Unsere Motivation

    Im Jahre 2014 haben wir uns in Peru als Social Worker kennengelernt. Hannah hat als Volunteer in einem Projekt zur Unterstützung benachteiligter und bedürftiger Kinder und Henrik arbeitete im Rahmen eines Regierungsprogrammes zur Verstärkung des Schulsports an einer peruanischen Schule. Nicht nur, weil wir uns dort in Cusco kennen- und lieben gelernt haben, sondern auch aufgrund unserer persönlichen Erfahrungen, ist dieses Thema für uns viel mehr als nur ein Eintrag im Lebenslauf!

    So oft denken wir über unsere Zeit dort nach, realisieren erst im Nachhinein, wie besonders alles war.

    Unsere Ziele
    • Wir möchten gemeinsam mit dir unseren Horizont erweitern!
    • Wir möchten dir Platz für deine Geschichte geben, weil wir glauben, dass sie mindestens genauso besonders ist!
    • Wir möchten zeigen, wie stark man gemeinsam sein kann – ganz egal mit welcher Hautfarbe, mit welchem Einkommen oder mit welchem Pass!
    • Wir möchten in uns allen tolle Erinnerungen wachrufen und andere dazu motivieren über Social Working nachzudenken!
    Unsere Erfahrungen

    Nie hätten wir es für möglich gehalten, dass ein paar Wochen unseres Lebens eine so enorme Strahlkraft für viele Jahre, wenn nicht sogar für unser ganzes Leben, haben. Erst im Nachhinein sind wir uns über die Früchte unserer damaligen Entscheidung so richtig bewusst geworden. Mit 6 Jahren Abstand sehen wir uns nun in der Lage, unsere Gedanken konkret zu thematisieren, einzuschätzen und zu teilen. Auch wir selbst werden an der Blogparade mit eigenen Beiträgen teilnehmen. Der erste existiert bereits und du kannst ihn dir HIER durchlesen.

    Social Working im Ausland - Hannahs Projekt

    Wenn du auch bereits als Social Worker im Ausland tätig warst, wirst du vermutlich auch einige der folgenden Gefühle und Erkenntnisse kennen. Die Konfrontation mit Menschen oder Umständen, die deinen gewohnten Standard nicht erfüllen, lehrt tiefe Dankbarkeit und Wertschätzung dem eigenen Leben gegenüber. Zuvor so aussichtslose Probleme wirken nichtig, man konzentriert sich auf das Wesentliche, nämlich Nächstenliebe und dem einfachen Lauf des Lebens. Jetzt wollen wir nicht zu viel reden. Jetzt bist nämlich du dran!

    Dein Teil am großen Ganzen

    Wie auch mit deinem Mitwirken an einem sozialen Projekt, kannst du auch hier im Kleinen, einen Teil zu etwas Großem beitragen. Wir sind total gespannt, welche Erfahrungen du gesammelt hast. Egal ob ein Volunteering-Projekt, ein Praktikum, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder wie man es auch nennen mag, erzähl uns von deiner Herzensangelegenheit. Es spielt auch keine Rolle, wie lange du dich engagiert hast. Ob ein Tag oder mehrere Jahre, wir freuen uns total auf deine Berichte! Voraussetzung ist lediglich, dass du dabei im Ausland warst.

    Wie du an der Blogparade teilnehmen kannst:

    1. Schreibe einen Beitrag zum genannten Thema oder nutze einen bereits von dir verfassten Beitrag
    2. Verlinke und erwähne die Blogparade „Social Working im Ausland“ in deinem teilnehmenden Beitrag
    3. Schreibe hier unten ein Kommentar mit dem Thema und dem Link zu deinem Beitrag
    4. Optional: Schicke uns ein passendes Foto an hallo@generation-world (Betreff: Blogparade Social Working) und verweise auf deinen Beitrag. Dieses wird am Ende zu einer Collage verarbeitet.

    Welchen Fragen du für deinen Beitrag auf den Grund gehen kannst:

    • In welchem Land und für welches Projekt hast du dich engagiert oder engagierst du dich?
    • Was ist deine Motivation?
    • Was bedeutet Social Working für dich?
    • Welche persönlichen/witzigen/gefährlichen/unglaublichen Anekdoten hast du zu erzählen?
    • Wie hast du dein Social Working-Projekt finanziert?
    • Welche Schlüsse hast du für dich aus deinem sozialen Engagement gezogen?
    • Hast du dich verändert? Hast du deine Sichtweise geändert?
    • Was hat dich inspiriert?
    • Was hat dich geschockt?

    Die Blogparade „Social Working im Ausland“ läuft bis zum 12. Juli 2020! Alle Beiträge und deren Verfasser*innen erhalten bereits innerhalb weniger Tage in diesem Beitrag eine Kurzpräsentation.

    Wir freuen uns auf dich und deine Geschichte!

    Liebe Grüße,

    Hannah & Henrik

    Eure Berichte

    Breena von Deine Reiselust :

    In ihrem Blogbeitrag spricht Breena über die Vor- und Nachteile, die Freiwilligenarbeit im Ausland mit sich bringen. Sie selbst hat sich schon mehrfach in Afrika engagiert. Beispielsweise auf Sansibar und in einem Kinderheim sowie einem Krankenhaus in Uganda. Breena kann dir demnach wertvolle Tipps und Inspirationen geben. Hier kommst du direkt zu ihrem Beitrag:

    https://deinereiselust.de/freiwilligenarbeit-im-ausland-ist-volunteering-work-zu-empfehlen/

    Social Working im Ausland - Breena

    Michi von affis.adventures:

    Michi arbeitet seit fünf Jahren ehrenamtlich als Tierschützerin für Affen in Afrika. Aktuell gründet sie ihre eigene Organisation für Freiwilligenarbeit mit Affen. Für uns hat Michi einen exklusiven Beitrag über ihre schockierenden Erkenntnisse und ihre tiefe Motivation geschrieben.

    Hier kommst du direkt zu ihrem Beitrag:

    https://www.generation-world.de/social-working-mit-affen/

    Gastbeitrag - Social Working im Ausland 2

    Miriam von Nordkap nach Südkap:

    Über die Sinnhaftigkeit von Volunteering kann dir Miriam in ihrem Blogbeitrag einen umfassenden und kritischen Einblick geben. Welche persönliche Motivation und Qualifikation sollte man mitbringen? Was sollte man bei der Wahl der Organisation beachten? Zu diesen Fragen findest du bei Miriam Antworten.

    Hier kommst du direkt zu ihrem Beitrag:

    https://www.nordkap-nach-suedkap.de/volunteering

    Katharina von Ich gebäre:

    Wir freuen uns riesig darüber, hier nicht nur Beiträge von spezifischen Reiseblogs vorstellen zu dürfen. Anna-Elisabeth berichtet über ihre Erfahrungen als Hebamme in Entwicklungsländern. Im Rahmen internationaler Missionen arbeitete sie in Indien, China und diversen afrikanischen Ländern.

    Hier kommst du direkt zu ihrem Beitrag:

    https://ichgebaere.com/2020/06/07/als-hebamme-in-entwicklungslaendern-ein-erfahrungsbericht/

  • Thumbnail - Reisen mit Mama - Zwei Frauen erkunden die Welt

    Reisen mit Mama – Zwei Frauen erkunden die Welt

    „Reisen mit Mama? Urlaub mit den Eltern macht man doch nur als Kind!“, behaupten viele, wenn es zur Reiseplanung und dem passenden Reisepartner kommt. Bei mir ist das anders. Und da bin ich auch verdammt stolz drauf! Immer noch bin ich in der Regel einmal im Jahr mit meiner Mama in der Welt unterwegs. Ebendiese Reisen finden auch einen Platz auf unserem Blog, auch wenn es vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich scheint und keine Erfahrungen sind, die Henrik und ich als GENERATION WORLD gemeinsam gemacht haben. Dennoch sind bei unseren Mama-Tochter-Reisen unendlich schöne Erinnerungen entstanden, die wir dir natürlich nicht vorenthalten wollen. Wie und weshalb? Welche Fragen sollte man sich im Vorhinein stellen? – Darum geht es in diesem Beitrag.

    Reisen mit Mama in Sri Lanka
    Mama und ich in Sri Lanka
    Reisen mit Mama bei GENERATION WORLD

    Unsere Mission beinhaltet unter anderem Reisen für Jeden zugänglich zu machen und demnach all unsere Erfahrungen diverser Reisearten und –konstellationen zu teilen. Die meisten unserer Beiträge handeln von Ländern, die Henrik und ich bereist haben. Andere wiederum thematisieren Reisen, bei denen wir jeweils alleine unterwegs waren oder eben das Mama-Tochter-Gespann die Welt erkundet hat. Auch zu dritt haben wir sogar schon Orte wie Rio de Janeiro und Hamburg gemeinsam besucht. Zur Klarstellung und zum Verständnis: Wir reden fast immer aus der „Wir“-Perspektive. Manchmal wird vielleicht im Beitragsinhalt ersichtlich, welche Konstellation hier vorliegt, aber es gibt ein ganz einfaches Zeichen, an dem du immer erkennen kannst, wer hier wirklich „wir“ ist.

    Unter jedem Beitrag findest du Schlagworte, die den Inhalt bestmöglich beschreiben. Eines dieser Schlagworte kann „Reisen mit Mama“ sein. Außerdem kannst du die jeweiligen Schlagworte anklicken und erhältst eine Übersicht aller Beiträge, die mit diesem Schlagwort ausgestattet sind. So kannst du beispielsweise alle Reiseberichte sehen, die auf Reisen mit meiner Mama entstanden sind.

    Einen Überblick aller Reisen mit Mama habe ich hier kurz und knapp zusammengestellt:

    Beieinander sein – Das Gut der Zeit

    So viel zu den allgemeinen Gegebenheiten, nun folgt der emotionale Part. Im Gegensatz zu eingangs erwähnter Reaktion auf Urlaub mit den Eltern, bekomme ich oft folgenden Satz zu hören: „Oh wie schön, du fliegst mit deiner Mama in den Urlaub. Das ist ja cool!“. Dies mag daran liegen, dass der Großteil dieser Menschen uns beide und unsere Bindung kennt.

    Die Reisen mit Mama sind für uns zwei mehr als nur gemeinsame Zeit. Die gemeinsame Zeit ist wertvoll. Schließlich haben wir durch ca. 150km entfernte Wohnorte nicht die Möglichkeit uns täglich zu sehen. Was unsere enge Bindung ausmacht? Nach der Trennung meiner Eltern in meinem Teenageralter und schwierigen Zeiten sind wir noch stärker als zuvor als echtes Team zusammengewachsen. Wir verstehen uns blind, hatten nie Geheimnisse voreinander, haben die gleichen Lebenseinstellungen und das Reisen von Beginn an als Leidenschaft. All das teilen wir. Und wenn wir auch heute noch, obwohl jeder seinen Alltag und seine Verpflichtungen hat, unsere Zeit für unsere beider Träume teilen können, macht mich das einfach dankbar.

    Die Beziehung zu den Eltern scheint häufig viel zu selbstverständlich, ist man doch von Anbeginn der Geburt unweigerlich an das Zusammensein und die Bindung gewöhnt. Irgendwann ist dann der Zeitpunkt gekommen, an dem man selber zum erwachsenen Menschen wird, auszieht und sein eigenes Leben aufbaut. Man freut sich auf neue Kontakte, auf die neue Freiheit und realisiert schließlich nach einiger Zeit, dass das zuvor so Selbstverständliche fehlt. Damit steigt der Wert ins Unermessliche. Meine Mama ist der wichtigste Mensch, meine Mama hat mich am stärksten geprägt. Ich bin mir sicher, der ein oder andere kann das auch auf diese Art empfinden.

    Reisen mit Mama in Mauritius
    Mama und ich in Mauritius
    Voneinander lernen – Das Gut der Erkenntnisse

    Nicht nur die Zeit ist ein Gut, welches wir miteinander teilen. Das Leben ist eine permanente Lehrstunde, unsere Persönlichkeit wird mit jedem Schritt um ein Puzzleteil erweitert. Auf den Reisen mit Mama tauschen wir diese Puzzleteile aus. Auch wenn uns einige Lebensjahre trennen, so hat doch jede von uns teilweise andere Lebenserfahrungen sammeln können, an denen wir gewachsen sind und jede für sich als Erkenntnisse abgespeichert hat. Unser tiefer Wunsch ist es, uns gegenseitig davon profitieren zu lassen und vorhandene Sorgen und Ängste langfristig zu bekämpfen. Ich möchte dies gerne anhand von Beispielen demonstrieren.

    Mamas Erkenntnisse

    Als wir in Sri Lanka in einer Bar am Strand außerhalb unseres Hotels saßen, bemerkten wir, dass einer von uns zum Geldautomaten musste, um die Rechnung zu bezahlen. Natürlich konnten wir in dieser Situation nicht beide die Bar verlassen. Meine Mama entschied sich selbst zu gehen. Schließlich kam sie nach 20 Minuten vollkommen verzweifelt und den Tränen nahe zurück, ohne Geld. Sie hatte die englischen Ausdrücke auf dem Automaten nicht richtig verstanden und dachte der Automat hätte sie reingelegt. Sie traute sich nicht um Hilfe zu bitten, da ihre eigenen Englischkenntnisse sie noch weiter verunsicherten. Folglich bin ich nochmal alleine losgezogen, um das Geschehene nachvollziehen zu können. Geld abheben im Ausland hatte ich bereits mehrfach gemacht. Diesmal hat alles einwandfrei funktioniert. Nachdem wir die Rechnung bezahlt hatten, sind wir den Weg noch einmal gemeinsam gegangen.

    Die häufigen gemeinsamen Erfahrungen dieser Art haben meine Mama nicht nur in formalen Dingen weitergebracht. Sie hat auch verstanden, dass es den fremden Menschen, die es im Übrigen oft selbst gar nicht besser können, meist ganz egal ist, wie ihr Englisch ist. In den meisten Fällen wollen sie wirklich ehrlich helfen. Eine Lehrstunde, die nicht nur auf Reisen essentiell ist. Außerdem ist meine Mama durch mich wesentlich abenteuerlustiger geworden. Sie vertraut mir, ich vertraue ihr. Wir wissen beide, dass unsere Erlebnisse zu unheimlich wertvollen Erinnerungen werden. Danke Henrik, dass du mich dafür entbehren kannst!

    Reisen mit Mama auf Sri Lanka
    Mama und ich in Sri Lanka
    Meine Erkenntnisse

    Wer mich kennt, der weiß: Bei aller Freiheit, für die ich stehe, wenn ein Plan oder eine Vorstellung in meinem Kopf nicht aufgeht, kann mich das in tiefe und meist übertriebene Verzweiflung werfen. Meine Mama agiert in der Hinsicht besonnener. Auf dem Weg nach Kenia hatte unser Flug Verspätung, sodass wir unseren Anschlussflug von Istanbul nach Mombasa verpasst haben. Ich war wirklich im wahrsten Sinne des Wortes am Boden. „Wie? Wir kommen heute nicht mehr nach Kenia? Was sollen wir denn jetzt hier in Istanbul machen?“ Natürlich hat sich meine Mama die Situation auch anders gewünscht und hatte berechtigte Sorgen, aber sie schafft es in diesen Momenten mich auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Für mich war dieser ungeplante Stopover ein wirklich wichtiges Erlebnis. Gerade auf Reisen nehme ich mittlerweile unvorhergesehene Ereignisse hin, freue mich fast auf sie. „Hey, es kommt was Überraschendes, an dem ich noch mehr wachsen kann.“ Danke Mama!

    Reisen mit Mama auf Safari in Kenia
    Mama und ich vorm Kilimanjaro in Kenia
    Die Reisen mit Mama-Checkliste

    Trotz aller Selbstverständlichkeit für mich, mit meiner Mama in den Urlaub zu fahren, gibt es meiner Ansicht nach Kriterien, Situationen oder Gegebenheiten, die eine Reisekonstellation dieser Art nicht empfehlenswert machen – für beide Seiten! Ich bin mal in mich gegangen und habe überlegt, warum es bei uns beiden so gut klappt und habe daraus eine Art Checkliste erstellt, die ihr für euch selbst durchgehen könnt. Diese beinhaltet Fragen, die sich sowohl Mutter als auch Kind stellen sollten, um abzuwägen, ob ein gemeinsamer Urlaub das Richtige sein kann. All das kann selbstverständlich auch auf andere Kombinationen übertragen werden: Mama-Sohn, Papa-Tochter, Papa-Sohn, Mama-Papa-„Kind“.

    Die vollständige Checkliste gibt's hier unten zum kostenlosen und sicheren Download

    Diese Checkliste kann als guter Anhaltspunkt und, für etwaige Uneinigkeiten, als Basis zur konstruktiven Diskussion dienen. Es sind allerdings nicht alle individuellen Einzelheiten enthalten, weshalb diese Art von „Test“ selbstverständlich auch von jedem angepasst werden kann. Füllt diesen Fragebogen doch einfach mal unabhängig voneinander aus und gebt euch am Ende immer einen Punkt für eine Gemeinsamkeit. Ein Hoch auf Reisen mit Mama!

    Hier gibt's tolle Ideen für einen wundervollen Mama-Tochter-Kurztrip!:

    https://www.brigitte.de/familie/haben-wollen/mutter-und-tochter-auf-reisen--die-schoensten-kurztrips

    geschrieben von Hannah

    Jetzt du! Verreist du selbst im Erwachsenenalter noch mit einem oder beiden Elternteilen? Wenn ja, was findest du toll daran? Wenn nein, könntest du es dir vorstellen oder nicht und weshalb?

  • Thumbnail - Was ist Heimat? - Von Perspektivwechseln und Emotionen

    Was ist Heimat? – Von Perspektivwechseln und Emotionen

    „Home is where my heart is“

    Diesem Zitat, welches seit einiger Zeit in Form eines Tattoos Hannahs Rippen ziert, möchten wir hiermit auf den Grund gehen. Wir als Reisende, könnte man meinen, wären unserer Heimat nicht sehr verbunden, da wir immerzu Neues entdecken möchten. Und doch ist Heimat für uns deutlich mehr als ein sicherer Hafen, in den wir jederzeit zurückkehren können, um durchzuschnaufen und Kraft zu tanken. Aber lies selbst, was unser Verständnis von Heimat beinhaltet und warum wir sie nicht nur trotzdem, sondern gerade deswegen als wichtigen Beitrag erachten, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

    Was ist Heimat? - Hannah und Henrik Sonnenuntergang
    Heimat als Begriff – Sprachliche Abgrenzung

    Der deutsche Begriff Heimat ist so umfassend und einzigartig in anderen Sprachen oftmals gar nicht adäquat zu finden. Auch der englische Begriff „Home“ beschreibt doch eher dein Zuhause, welches wir hier im Folgenden klar abgrenzen wollen. Also Heimat – was ist das? Heimat ist sich wohl, vertraut und geborgen fühlen. Das ist wo man verwurzelt ist, wo man herkommt. Man ist unter Gleichen, empfindet Sicherheit, in dem was man tut, wo man es tut. Hier hat man nichts zu befürchten, hier kennt man sich, hier ist man Zuhause. Heimat ist oft auch Familie. Doch der Begriff Heimat geht weit über diese typischen, direkten Assoziationen hinaus. Heimat beschreibt nicht nur dein Zuhause. Heimat ist emotional, ein persönliches Gefühl der Zugehörigkeit, der Vertrautheit, der Sicherheit und nicht zuletzt der Stärke. Dieses Heimatgefühl ist nicht unbedingt regional oder familiär konkret fixiert. Es ist nicht nur dein Herkunftsland, dein Geburtsort, deine Familie, wo man einfach hineingeboren wird ohne individuellen Beitrag. Im Positiven können die genannten Aspekte Heimat erschaffen, dies ist jedoch nicht zwingend logische Konsequenz. Je nach Art der Reize kann dieses Gefühl ausbleiben.

    Heimat als Gefühl

    Das Heimatgefühl ist nicht zwingend konstant. Die Stärke dieser Emotion kann zu- oder abnehmen. Wie eine persönliche Beziehung zwischen Mensch und Raum, geprägt von sich wandelnden Eindrücken, flaut Heimat auf und ab. Menschen, Bilder, Gerüche, Töne, jegliche Reize können es auslösen. Die Verarbeitung dieser Reize lösen Emotionen aus, negativ wie positiv. So kann mir eine Kleinigkeit, ein einzelner Reiz ausreichen, Heimat zu empfinden und mich dadurch situativ stärken. Genauso kann er Wehmut auslösen und aufzeigen wie sehr mir (m)eine Heimat fehlt und mich völlig aus der Bahn werfen.  Dieses schöne, wärmende Gefühl gleicht einem sicheren Hafen, aus dem Heraus man in einer starken Handlungsposition ist. Doch für Entwicklung müssen wir uns auch rauswagen in Fremdes, unbekanntes Territorium, wie auf unseren Reisen. Denn wie sagt man so schön, wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

    Was ist Heimat? Henrik am Strand
    Heimatgefühle auf Reisen

    Auf unseren Reisen in fremden Ländern sind wir oftmals überwältigt, ja sogar überfordert. So viele unbekannte Eindrücke prasseln auf dich ein. Anfangs fragst du dich, warum gibst du deine Heimat dafür auf?  Wir geben klare Antworten. Um weiterzukommen. Um zu finden, was für dich wirklich Heimat ist. Um neue Heimaten zu finden. Was löst Heimatgefühle in dir aus? Welche spezifischen Reize sprechen dabei dich individuell an? Dir dessen bewusst zu werden, kann ein Schlüssel sein. Nehmen wir als Beispiel, das Treffen eines Menschen in der Fremde, der dich direkt mit dem typischen Akzent, mit dem du aufgewachsen bist, anspricht. Sofort löst es etwas in dir aus, du fühlst dich ihm zugehörig. Durch diesen Faktor, in dem Fall die gleiche sprachliche Artikulation, seid ihr verbunden. So eine Verbindung, eine Beziehung zum Raum, nicht unbedingt zur Person, kann überall entstehen.

    Mit Heimat ist nicht unbedingt ein konkreter Ort gemeint. Eher ein übergeordneter Raum, ein Meta-Raum, in dem sich alle diese Eindrücke der verschiedenen Reizebenen sammeln, zusammenfügen und ein Gefühl entstehen lassen. Auch verbundene Tätigkeiten und Gewohnheiten spielen hierbei oftmals eine große Rolle. Dieses Heimatgefühl kann ganz unabhängig von einem konkreten Ort auftreten, jedoch klar verbunden durch die Stärke und Spezifität des auslösenden Reizes. Doch leider, oder zum Glück, ist es damit wie mit allen anderen Emotionen. Sie sind nicht dauerhaft konstant. Heimat kann sich entwickeln, sich aufbauen über Tage, Wochen, Monate durch entstandene intensivierte Beziehungen. Und Heimat kann genauso auch schwinden, wenn wir es dauerhaft gar nicht mehr fühlen.

    Was ist Heimat? - Henrik
    Heimat im Wandel

    Das Aufrechterhalten erfordert Pflege, aber es kann uns ganz viel Halt, Orientierung und Stabilität liefern, damit wir uns nicht verloren fühlen – auf unseren Reisen wie auch generell im Leben. Letztendlich kann auch Reisen in die Fremde, das Entdecken neuer Länder intensiv zum Aufbau solcher Beziehungen beitragen und das Gefühl von „neuen“ Heimaten schaffen, in denen man sich ähnlich heimisch und wohl fühlen kann, wie in der ursprünglichen beispielsweise durch die Geburt gegebene. Teilweise passiert dies schleichend, du bemerkst es gar nicht und plötzlich ist das Gefühl da und überwältigt dich. Oder du musst hartnäckig daran arbeiten, hast zwischendurch Schwierigkeiten, kommst nicht zurecht in der Beziehung. Heimat gibt es im Plural, aber kann schwinden. Es kann immer kleiner und unscheinbarer werden bis ein altbekannter Reiz das Feuer wieder entfacht und man es wieder stärker fühlt denn je.

    Der Sinn von Wahlheimat

    Doch es ist nicht einfach, sich eine neue Heimat zu schaffen. Du kannst dir nicht einen Ort auf der Weltkarte herauspicken und in zu deiner neuen Heimat erklären. Zu deinem neuen Wohnort vielleicht, aber ob daraus eine Heimat für dich wird, hängt von sehr vielen Faktoren ab. Dieses Gefühl ist nicht einfach zu provozieren und wird sich niemals automatisch einstellen, nur weil du es heraufbeschwören willst. Es gehört vieles dazu und es muss letztendlich einfach passen. Die passenden Reize auf allen Ebenen, die passenden Personen mit denen du interagierst und kommunizierst, die passenden Tätigkeiten, die du im Alltag ausübst. All das zusammengefügt, kann im Positiven zu der Entwicklung eines Heimatgefühls beitragen. Es kann aber auch anders laufen. Viel von dieser Reizverarbeitung habe ich in der Hand, wenn ich mir die Abläufe bewusst mache. Doch, um den naheliegenden Vergleich zur Liebesbeziehung zu bemühen, bei Emotionen ist schlichte Rationalisierung definitiv oftmals der total falsche Weg. Wir können sie nicht bewusst provozieren, wir können sie auch nicht verhindern. Daher sollten wir uns auch nicht übermäßig bemühen und schon gar nicht unter Druck setzen lassen. Heimat überkommt uns, ja überwältigt uns.

    Was ist Heimat? - Hannah & Henrik Richtung Horizont

    So kann ich mit Stolz sagen, nach mehrmaligen monatelangen Aufenthalten bei meiner Gastfamilie in Lima, Peru habe ich dort für mich ein Stück Heimat gefunden. Auch Köln, wo ich studiert habe, wir -Hannah und ich gemeinsam leben und uns etwas aufgebaut haben, ist zur Heimat geworden. Und für mich nicht zuletzt, zählt auch Bonn dazu, als sicherer Hafen, wo ich aufgewachsen bin. Familie, Freunde, Umgebung – diese größtenteils positiven Eindrücke aus meiner Kindheit sind prägend und bleiben in meinem Herzen, bereit wieder aktiviert zu werden. Getreu dem Motto

    Home is where my heart is“

    Gefällt dir das Thema? Wir haben hier einen weiteren schönen Beitrag für dich gefunden:

    https://www.zeitjung.de/unterschied-heimat-zuhause-wohlfuehlen

    geschrieben von Henrik

    Und jetzt genug philosophiert! Soviel zu unserem Verständnis von Heimat, was ist mit dir? Was ist für dich Heimat? Und wo?

    Mehr Inspirationen gefällig? Klick dich durch unsere Bildergallerie!

  • Henrik am Strand der Algarve, Portugal

    Unsere Bucket-List – Wo wir noch hin möchten und wieso

    Was steht eigentlich auf unserer Bucket-List? An der Wand in unserem Wohnzimmer hängt sie, die geliebte mit Stolz gezierte Weltkarte. Jedes Land, das wir besucht haben, kann eigens aufgerubbelt werden. Ein bunter Flickenteppich, der danach schreit noch bunter zu werden. Kürzlich haben wir alle bunten Länder mal durchgezählt und kamen gemeinsam auf stattliche 33, wovon manche bisher nur einer von uns gesehen hat. Nicht alle dieser Länder finden Platz hier in unserem Blog. Teils waren es Familienurlaube im Kindesalter, die nicht das Material hergeben.

    Nichtsdestotrotz waren wir recht beeindruckt von der Zahl. Hey, wir waren in mehr Ländern als wir alt sind! Was ein schönes Ziel, die Anzahl der bereisten Länder höher als das eigene Alter zu halten. Das hält bestimmt fit. Bei uns kommt es derzeit noch (wenn auch immer enger werdend) hin. Anlass genug einmal mit dir unsere Bucket-List zu teilen. Was soll noch kommen? Wir haben noch lange nicht alles gesehen, was wir gerne würden. Die Liste von Ländern ist eigentlich endlos lang. Wir haben für dich unsere Top 10 zusammengestellt und möchten dir diese vorstellen. Die Reihenfolge stellt dabei keine eine Wertigkeit dar.

    Da es für uns trotz allem Spaß und Größenwahn nicht nur um die bunten Länder auf unserer Rubbel-Weltkarte geht, sondern gleichermaßen um alles was dahinter steckt, liefern wir dir selbstverständlich auch eine Begründung mit. Was reizt uns an diesem oder jenem Land? Was möchten wir gerne von Land, Kultur und Leuten kennenlernen?

    Top 10-Traumreiseziele auf unserer Bucket-List:
    •  Südafrika
      Die faszinierende Kombination aus pittoresker Küstenlandschaft entlang der Garden Route und der afrikanischen Tierwelt zieht uns nach Südafrika. Am liebsten möchten wir dort eine Selbstfahrer-Rundreise von Kapstadt aus unternehmen, um möglichst viel vom interessanten und konträren Lifestyle der Einheimischen zu erfahren. Außerdem sind wir durchaus Weinliebhaber. Dafür ist man in Südafrika ja nicht ganz falsch.
    • Indien
      Indien steht schon lange auf unserer Bucket-List. Nicht nur aufgrund der indischen Küche (die für Hannah untypischerweise mal äußerst „Veggie-freundlich“ ist). Es ist insbesondere die Spiritualität, die Indien für uns auszeichnen. Yoga und Meditation liegt sehr in unserem Interesse. Spätestens in Bali wurden wir definitiv angefixt. Schöne Gebäude, Großstadtleben, Bollywood, so viele verschiedene Menschen. Indien ist bunt. Wir auch!
    • Costa Rica & Panama
      Wir haben diese beiden Länder ausnahmsweise in einem Punkt zusammengefasst, da wir dafür ganz klar eine Kombinationsreise vorsehen. Was manche nicht wissen: Costa Rica tut unheimlich viel für den Umweltschutz und besitzt im Übrigen gar keine Armee. Der (noch) unberührte Regenwald und seine Flora und Fauna reizen uns ebenso wie paradiesische Strände.
    • Israel
      Israel klingt doch einfach nur spannend, oder? Der religiöse und kulturelle Schmelztiegel birgt zwar ein großes Risikopotential für Mensch und Leben dort, ist in seiner Einzigartigkeit aber auch kaum zu überbieten. Orientalischer Flair trifft auf Moderne und Ursprünglichkeit unserer Geschichte zugleich. Das wollen wir erleben!
    • Tansania & Sansibar
      Neben der für uns Natur- und Wildlife-Liebhaber unfassbar beeindruckenden Serengeti, sehen wir den Kilimandscharo als sportliche Herausforderung. Eine Wanderung, die uns an unsere Grenzen bringt, ist dort auf jeden Fall ein Muss. Zur nachfolgenden Entspannung geht’s dann an die Strände auf Sansibar.
    • Kuba
      Salsa, Buena Vista Social Club, Mojito, Zigarren und Oldtimer. Klassisch und absolut stereotypisch, aber so ist es. Aber auch mit all dem verbundenen Lebensgefühl zieht uns Kuba unheimlich stark an. Wunderschöne Stände gibt es auch noch. Mehr muss man nicht sagen.
    • Australien
      Ozeanien ist uns bisher noch gänzlich unbekannt. Zeit, dass sich das ändert. Als erstes würden wir gerne Australien ins Auge fassen. Den Surfer-Lifestyle erleben, sprichwörtlich auf Tauchkurs gehen und die endlose Weite erkunden. Sydney gehört natürlich trotzdem genauso dazu wie Koalas in natura zu sehen.
    • Ecuador & Galapagos
      Falls du es noch nicht gemerkt hast: Wir lieben Südamerika und die Anden! In Ecuador waren wir trotzdem noch nicht. Zeit das zu ändern. Wenn wir schon mal da sind, wollen wir auch unbedingt die Galapagos-Inseln erkunden. Gespannt sind wir insbesondere auf die Schildkröten.
    • Island
      Auch ein Land in Europa hat es in die Top 10 unserer Bucket-List geschafft. An Island locken uns die wirklich krassen Naturschauspiele, wie Vulkane oder Geysire. Außerdem möchten wir erfahren wie es die wenigen Menschen dort schaffen, im Einklang mit dieser kraftvollen Natur zu leben. Obwohl wir nicht wirklich an Märchen glauben, sind wir gespannt, ob in Island tatsächlich Feen, Elfen und andere mystische Wesen leben.
    • Thailand, Oman, Hawaii, Namibia, Nepal, Botswana, Philippinen, Kanada…
      Wir können uns nicht entscheiden! Eine gemeinsame Top 10 aufzustellen fiel uns ehrlich gesagt extrem schwer. Trotz der Tatsache, dass uns unsere Traumziele größtenteils überschneiden, gab es doch hin und wieder Diskussionsbedarf und Diskrepanzen. Zu Beginn hatten wir über 20 Länder in der engeren Auswahl – und da könnten noch einige weitere ergänzt werden. Deshalb haben wir uns entschieden das 10. Land offen zu halten. Vielleicht hast du ja einen Tipp, welches Land es werden sollte!?

    geschrieben von Hannah & Henrik

    Jetzt du! In welchem dieser Länder warst du schon und hast du vielleicht wertvolle Tipps für uns? Welche Länder stehen bei dir ganz oben auf der Bucket-List? Wir sind gespannt auf deine Antworten!

  • Reisekasse - Kreativ und effektiv sparen - Thumbnail

    Kreative Spartipps – So besserst du mit Spaß deine Reisekasse auf!

    Wie schön es doch wäre einfach vor jedem Urlaub auf eine prall gefüllte Reisekasse zurückgreifen zu können, die auch noch mit Spaß entstanden ist. Doch ein effektives, funktionierendes Reisesparschwein bedarf Planung und vor allen Dingen Disziplin durch klare Regeln, damit es einerseits regelmäßig befüllt wird, andererseits aber auch langfristig Bestand hat sowie nicht vorzeitig geleert wird. In diesem Beitrag verraten wir dir unsere persönlichen Reise-Spartipps mit verschiedenen kreativen, lustigen und an deinen Alltag angepassten Umsetzungsmethoden.

    Sinn und Zweck des Sparens

    Eine Reisekasse ist nicht nur ein schönes Behältnis, wo Freunde und Verwandte an Anlässen eine zielgerichtete Spende für deine nächste Reise hinterlassen können. Du kannst mehr daraus machen, indem du für dich alleine, mit deinem Reisepartner oder deiner Reisegruppe ein System aufstellst mit regelmäßigen, definierten Beträgen. Dies kann ganz unterschiedlich aussehen und verschiedenste an deine Interessen angepasste Methoden sind denkbar. Als Grundlage kann ein fixer Betrag dienen, der dann um einen variablen Anteil ergänzt wird. Je nach Regelung und Höhe des variablen Betrags geht es natürlich auch nur damit. Hauptsache ist, dass nach klaren Regeln eine regelmäßige Einzahlung stattfindet. Dabei sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt! Zur Konkretisierung im Folgenden ein Beispiel, wie wir beide es machen.

    Unsere Fußball-Bundesligatabelle der etwas anderen Art

    Die Basis unserer Reisekasse ergibt sich aus dem laufenden Betrieb der Fußball-Bundesliga. Ja, wir sind Fußballfans und wir haben jeweils einen Verein, den wir unterstützen und der damit sowieso unseren Alltag bestimmt. Einfaches Prinzip ist je nach Abschneiden deiner Mannschaft jedes Spiel einen gewissen Betrag in die Reisekasse zahlen zu müssen. Konkret bedeutet dies bei uns: Bei jedem regulären Ligaspiel werden als Grundbetrag 5€ für einen Sieg, 2€ für ein Remis und 0€ für eine Niederlage fällig, zuzüglich der Anzahl der erzielten Tore des Teams. Bedeutet bei einem Sieg mit 3 Toren der eigenen Mannschaft werden 8€ fällig, bei einem 2:2 Remis immerhin 4€ usw.

    Screenshot der Dokumentation unserer Reisekasse - Reise-Spartipps

    Bezüglich der Dokumentation nutzen wir ein eigens erstelltes und mit Formeln hinterlegtes Excel-Dokument. Lediglich die Anzahl der Tore und Gegentore sind einzutragen. Der Rest geschieht automatisch. Du kannst das Ganze natürlich auch traditionell in einem Heft handschriftlich machen. Wenn du unser vorgefertigtes Dokument mit Formeln gerne nutzen möchtest, stellen wir dir dieses gerne kostenlos zur Verfügung.

    In der Regel ergeben sich so Summen von 0-10€, die wir beide jeweils pro Spieltag einzahlen „müssen“. Da die Summen vom Erfolg deines Vereins abhängig sind, empfehlen wir dir motivational den Erfolgsfall mit einer Einzahlung zu belohnen, damit du dich nicht zusätzlich zur Niederlage noch über eine Einzahlung ärgerst, sondern dich freust einzahlen zu dürfen. Am Ende einer abgeschlossenen Saison kommen so bei uns je nach Erfolg der Mannschaften ca. 300-500 € zustande. Ein klasse Taschengeld, oder?

    Gestaltungsspielraum und weitere Einnahmequellen

    Auf diese Weise ist ein regelmäßiger Betrag gewährleistet, und es wird sich gegenseitig kontrolliert  und Buch geführt. Wenn du alleine verreist ist die Herausforderung die Disziplin zu wahren umso größer. Daher sei realistisch und definiere Beträge, die dir im Alltag nicht wehtun und die du eventuell sonst eher verschwendest. Wichtig ist, dass du trotz Regeln nicht das Gefühl von Zwang hast. Die Spargrundlage muss dir Spaß machen und nicht mit etwas Negativem verknüpft sein. Die Höhe der Summe und natürlich auch Anlass der Einzahlung kannst du dabei beliebig anpassen. Es sind nicht nur sämtliche Sportarten, sondern natürlich auch andere Anlässe möglich. Man kann z.B. auch regelmäßige Spieleabende mit Geldeinsätzen veranstalten (gerade wenn man in einer Gruppe verreist), oder dich selber für die Umsetzung jedes guten Vorsatzes (z.B. eine Trainingseinheit) belohnen.

    Oder miste einfach mal aus, geh auf einen Flohmarkt, um mit sämtlichen Einnahmen die Reisekasse aufzustocken. Du wirst sehen – mit etwas Übung und Disziplin erreichst du sehr gute Sparerfolge und damit die Grundlage für dein nächstes Abenteuer!

    Die Big Five eines wachsenden Reisebudgets

    Zusammengefasst noch einmal die 5 wichtigsten Regeln, damit dein Reisekassensystem funktioniert:

    • Individuell – Verknüpfung der Einzahlung mit persönlichen Ereignissen in deinem Alltag
    • Regelmäßig – Am besten gewohnheitsmäßig alle paar Tage
    • Klar definiert – Definiere und dokumentiere deine Einzahlungsmethode klar und transparent
    • Diszipliniert – Entwickle Routine damit du die einzelne Einzahlung nicht in Frage stellst
    • Zielgerichtet – Spare für eine konkrete, realistisch geplante Reise, damit du nicht abbrichst

    So steht dem Erfolg deiner Reisekasse und damit deinem nächsten Abenteuer weniger im Wege. Habe im Hinterkopf, dass mögliche Geldgeschenke an Geburtstagen oder anderen Anlässen zusätzlich on top kommen und dein Budget zum Wachsen bringen.

    geschrieben von Henrik

    Jetzt du! Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Also schreib uns doch einen Kommentar, wenn du eigene Ideen und Methoden entwickelt hast, wie du deine Reisekasse füllst oder wenn du Inspiration dabei brauchst, zu deinem spezifischen Thema eine passende Sparstrategie zu entwickeln!

  • Hannah am Padar Padar - Erleben statt verleben

    Erleben statt verleben – Lernen den Moment zu genießen

    Kennst du das? Du freust dich monate- oder sogar jahrelang auf einen bestimmten Moment. Dann ist endlich dieser Moment gekommen und schwups – ist er vorbei und nur noch Erinnerung. Erst danach, manchmal erst viele Tage danach, wird die schöne Erinnerung wieder in deinen Gedanken lebendig, du erzählst allen mit Stolz davon. Was verloren gegangen ist, ist der Moment selber. Das Blöde: Man kann ihn nicht zurückholen, nicht exakt genauso nochmal erleben. Wie schade, wenn wir den Wert nur vorher und nachher schätzen. Wir haben offenbar verlernt den Moment zu genießen.

    Die Zeit vergeht wie im Flug. Noch als Kind dauerte es Ewigkeiten bis zum nächsten Geburtstag oder bis Weihnachten. Heute verstehen wir nicht, wo die letzten 5, 10 oder 20 Jahre geblieben sind. Warum? Objektiv gesehen kann die Zeit ja nicht schneller vergehen. Es ist also unser subjektives Empfinden. Was beeinflusst das subjektive Empfinden? Was hat sich zum Zeitgefühl als Kind verändert?

    Das Leben im Rückspiegel

    Im Rückspiegel sehe ich, dass sich das Leben im Laufe der Jahre zunehmend mit Verpflichtungen gefüllt hat. Lass uns all die Verpflichtungen mit einem Rucksack vergleichen. Der Reisende kann mit dieser Metapher vermutlich viel anfangen. Im frühen Kindesalter ist unser Rucksack ein Leichtgewicht. Klar, wir bekommen den ganzen Ballast von unseren Eltern abgenommen, da wir noch gar nicht die Kraft haben, diesen selbst zu tragen. In der Schulzeit kommt etwas mehr Gepäck dazu: Hausaufgaben, Prüfungen, Stundenplan…Ist die Schule erfolgreich abgeschlossen folgt vielleicht ein Studium. Wir müssen vielleicht umziehen, haben erstmals einen eigenen Haushalt, der plötzlich die Anzahl der Verpflichtungen um ein Vielfaches erhöht. Vermutlich müssen wir nebenbei noch arbeiten, um über die Runden zu kommen.
    Ausgewachsen heißt wir sind im Vollbesitz unserer Kräfte und sind nun in der Lage unseren Rucksack selbst zu tragen. Der Rucksack wird schwerer und schwerer. Vieles davon ist der normale Lauf des Lebens. Vieles davon lässt sich nicht vermeiden. Interessant ist jedoch an unserem Verhalten, dass wir uns diesen Rucksack mit eigenen oder fremden Anforderungen, Erwartungen und daraus resultierenden ToDo’s im Alltag zusätzlich schwerer machen. Es ist als ob wir uns das Leben im wahrsten Sinne des Wortes selbst schwer machen.
    Um unseren Rucksack zu leeren und uns zu entlasten, hetzen wir durch den Tag, die Woche, den Monat das Jahr ohne zu merken, dass er sich währenddessen permanent wieder befüllt. Und wir fangen von vorne an. Demnach kommen wir nie zu Ruhe, machen keine Rast. Dabei werden alle schönen Momente im Rucksack vergraben, weil diese leicht sind. Stattdessen grübeln wir über die Fehler unserer Vergangenheit oder machen uns Sorgen um unsere Zukunft. Beim Versuch schneller zu werden um uns vom Ballast zu erleichtern, bemerken wir eines nicht: Die Zeit wird uns immer einen Schritt voraus sein.

    Das Szenario ist auf diverse Bereiche des Lebens übertragbar. Vielleicht kommt dir das alles bekannt vor. Es ist dennoch gut möglich, dass dir die Übertragung auf dein eigenes Leben bzw. einen bestimmten Bereich schwer fällt oder auch gar nicht zutrifft. Das ist nicht schlimm, sondern sogar sehr gut! Trotzdem möchte ich das oben Beschriebene gerne auf die Situation „Urlaub“ anwenden.

    Momente auf Reisen erleben

    Also nochmal von vorne: Kennst du das? Du freust dich monate- oder sogar jahrelang auf deinen Urlaub, darauf endlich die blöde Arbeit hinter dir zu lassen, darauf was du dir schon lange verdient hast. Dann ist endlich dieser Moment gekommen. Dein letzter Arbeitstag. Morgen steigst du ins Flugzeug oder ins Auto oder in den Zug. Du wachst auf und findest dich auf der Arbeit wieder. Der Urlaub ist vorbei. Kannst du von dir behaupten, dass du den Urlaub genossen hast, hast du vieles richtig gemacht. Fühlst du dich erholt? Verlief alles nach deinen Vorstellungen? Wenn nicht, solltest du dich zwei Dinge fragen, damit du nicht aus dem Urlaub, mit dem du eigentlich dem Stress entfliehen wolltest, noch gestresster zurückkommst:

    1. Wolltest du zu viele Dinge, Orte und Erlebnisse in zu wenig Zeit pressen, um möglichst viel zu erleben? Dann tust du das gleich wie in deinem Alltag: Deinen Rucksack vollladen.
    2. Hast du vielleicht vergessen deinen „Lebensrucksack“ zuhause zu lassen? Am Strand liegend fällt dir ein, dass du nach deinem Urlaub einen unangenehmen Geschäftstermin hast. Oder du fürchtest dich vor einer sich ankündigenden Rechnung im Briefkasten.

    Beantworte beide Fragen mit „Nein“ und du kannst deine Auszeit genießen.

    Von Vergänglichkeit und Spaß im Leben

    Jetzt wirst du vielleicht entgegenhalten, dass alles Schöne viel zu schnell vorbeigeht. Ja, ich gebe dir Recht. Rein evolutionär konzentriert sich unser Bewusstsein eher auf das Negative, eher auf die Bedrohung. Doch was früher Sinn gemacht hat, macht uns heute mangels akuter Bedrohungen das Leben schwer und wir empfinden mehr Bedrohung als wirklich vorhanden ist.

    Das Tun ist das Eine, das Bewusstsein das Andere. Das Essentielle ist: Tust du das Schöne (was auch immer das sein mag) der Tätigkeit halber, weil du es dir vorgenommen hast oder bist du dir im Moment des Tuns darüber bewusst, dass dies gerade etwas Schönes ist? An dieser Stelle ein kleiner Tipp auf den Urlaub bezogen: Schreib dir den Urlaubsbeginn oder eine bestimmte Sache im Urlaub dick und fett auf einen Post-It in deinen Kalender, nimm diesen Post-It mit in den Urlaub, klebe ihn z.B. auf deinen Reisepass. Es kann auch nur ein einzelnes Wort sein, wie z.B. „GENIEßEN“ in Großbuchstaben, damit du dir auch des Moments bewusst bist. Denn nur dann bist du in der Lage diesen zu erleben statt vorbeiziehen zu lassen.

    Womit hast du den Großteil deiner Kindheit verbracht? Vermutlich steht Spielen bei den Aktivitäten ganz oben. Was verleitet uns als Kind zum Spielen? Ganz einfach: Es macht Spaß. Nun sind wir zwar keine Kinder mehr, aber wer verbietet es uns nicht trotzdem Spaß zu haben? Lasst uns aus unserem Rucksack die unnötigen schweren Dinge schmeißen und stattdessen leichte schöne Momente einpacken. Fällt es dir schwer, kleb deinen Rucksack doch einfach mit Post-It’s voll.

    Einen weiteren schönen Beitrag zu diesem Thema findest du hier:

    https://www.einfachganzleben.de/meditation-achtsamkeit/den-gegenwaertigen-moment-geniessen

    Wir haben unsere Momente selbst in der Hand

    Man kann die Zeit objektiv nicht anhalten oder beschleunigen (oder Wissenschaftler haben es noch nicht herausgefunden). Das Subjektive können wir aber sehr wohl steuern. Lassen wir es zu, dass ein langersehnter besonderer Moment länger andauert, indem wir ihn genießen. Momente machen das Leben lebenswert. Positiv erlebte und gefühlte Momente wiegen leicht in unserem Rucksack und verhelfen uns dazu beschwingt durchs Leben zu gehen. Sammle sie und schmeiß sie nicht weg!

    geschrieben von Hannah

    Mehr Inspirationen gefällig? Klick dich durch unsere Bildergallerie!

    Jetzt du! Was sind deine Perspektiven? Hast du vielleicht eigene Techniken, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren?

  • Pauschalreise - Wann All Inclusive Sinn macht - Thumbnail

    Pauschalreisen – Wann „All inclusive“ Sinn macht

    Die Backpacker unter euch zucken wahrscheinlich beim Lesen des Titels erstmal zusammen. Unter Individualreisenden ist das Wort „Pauschalreisen“ durchaus negativ behaftet. Man bekommt nichts von der Kultur des Landes mit und schlittert automatisch in Touristenfallen. Man zahlt auch noch mehr als notwendig und das Geld fließt nicht in die Taschen der Einheimischen, sondern zu kommerziell agierenden Reiseveranstaltern. Und so weiter und so fort…Viele Argumente unterschreiben wir sofort, dennoch finden wir, dass Pauschalreisen auch ihre Daseinsberechtigung haben. Grundsätzlich reisen wir auch am aller liebsten selbst geplant und damit individuell. Wann Pauschalreisen unserer Meinung nach aber durchaus Sinn macht – für wen, für welches Land oder für welchen Zweck – erfahrt ihr in diesem Beitrag.

    Argumente für Pauschalreisen

    Wir haben das große Privileg, dass uns theoretisch die Grenzen sämtlicher Länder offen stehen. Für dieses Privileg sollten wir dankbar sein und es, sowohl für uns selbst als auch ein Stück für die Welt, nutzen. Digitalisierung und Globalisierung machen es möglich, das Land unserer Wahl zu bereisen. Welches es auch immer sein mag. Nichtsdestotrotz sollte einem bewusst sein, dass sich die Umstände vor Ort je nach Land stark unterscheiden können, insbesondere infrastruktureller und/oder gesamtpolitischer Art. So gibt es Orte auf dieser Welt, die sich perfekt für einen Backpacking-Urlaub anbieten. Unserer Erfahrung nach dienen die lateinamerikanischen sowie europäischen Länder oder auch Indonesien dafür als Beispiele. Verkehrswege sind größtenteils gut erschlossen, für Sicherheit ist mal mehr, mal weniger gesorgt. Es steht schlicht und ergreifend, auch aufgrund des dort wachsenden Tourismus, Struktur dahinter (teilweise sogar besser als bei uns in Deutschland!).


    Wir glauben, dass man mit der richtigen Planung, genügend Zeit und Verbindungen vor Ort nahezu überall auch individuell zurechtkommen kann. Diese Voraussetzungen sind jedoch häufig nicht gegeben. Als Beispiel dafür möchten wir Kenia nennen. Wir persönlich haben noch von niemandem gehört, der das ostafrikanische Land ohne festes Hotel aus Urlaubszwecken bereist (soziale Projekte mal ausgeklammert). Das hat auch seine berechtigten Gründe. Beispielsweise ist es dir gar nicht möglich, deine eigene Safari zu starten und eigenhändig durch die Nationalparks zu fahren. Du brauchst stets einen Ranger, der meist durch lokale Reiseagenturen oder eben über den Reiseveranstalter organisiert wird. Unterbringungen bei Einheimischen, wie AirBnB, sind in Kenia erfahrungsgemäß, eher unüblich. Letztendlich wird es in den meisten Fällen mindestens auf ein Hotel mit Flughafentransfer hinauslaufen.

    Dies geht raus an die Reiseanfänger. Du willst unbedingt in ein „exotisches“ Land, weißt aber nicht richtig wie du es umsetzen sollst und hast Bedenken, dass nicht alles klappt wie du es dir vorstellst. Ins kalte Wasser geworfen werden will man in diesem Fall vielleicht wirklich nur buchstäblich, nämlich ins Meer oder den Pool. Unerfahrene haben mit Pauschalreisen die Möglichkeit, sich langsam an das eigenständige Reisen heranzutasten. Auf diese Weise hat man Sicherheit im Gepäck und kann sich ganz nach seinen Bedürfnissen immer freier entfalten. Sei es eine Fahrt mit dem Linienbus in die nächstgelegene Stadt, ein Spaziergang außerhalb der Hotelanlage oder sogar eine selbst geplante Mietwagen-Tour vom Hotel aus. Du kannst selbst entscheiden, wie viel Freiheit du dir auf der einen Seite und wie viel Sicherheit auf der anderen Seite gibst. Traust du dich etwas, wirst du reicher an Erfahrung und lernst unheimlich viel dazu.

    Geben wir es zu: Ab und an hat man auch einfach mal das Bedürfnis nichts zu tun. Zuhause ist Abschalten nicht möglich. Aufregung und Abenteuer und Planung sind irgendwie gerade viel zu anstrengend. Es gibt so viele preisgünstige Angebote zum Relaxen. Scheu dich nicht diese wahrzunehmen. Bei aller Begierde nach neuen Ländern, Kulturen, Eindrücken und Erlebnissen brauchen Körper und Geist auch Zeit zur Verarbeitung. Für uns ist dafür beispielsweise Ägypten perfekt. Oftmals haben wir Zuhause genug Stress mit Arbeit und Haushalt, dass wir „All inclusive“ und Sonnenbaden ebenso absolut genießen. Hör also in dich hinein und frage dich, welche Erwartungen du an deine Reise hast.

    Nachdem du nun einen besseren Eindruck bekommen hast, wann du bei deiner Urlaubsplanung über eine Pauschalreise nachdenken solltest, möchten wir dir den ein oder anderen hilfreichen Tipp für die Umsetzung von Pauschalreisen mit auf den Weg geben.

    Unsere Tipps für die perfekte Pauschalreise nach deinem Geschmack
    All Inclusive ist nicht gleich All inclusive

    Den Begriff „All Inclusive“ kann man in diesem Zusammenhang wortwörtlich oder sinnbildlich verstehen.

    Habe ich pro forma All Inclusive gebucht, muss ich mir nicht einmal um die Verpflegung Gedanken machen. Bei Urlaub in sehr entlegenen Gegenden ist dies vermutlich die bessere Wahl. Ein ausschlaggebendes Kriterium könnten auch die Lebenshaltungskosten vor Ort sein. Manchmal rechnet sich alles in einem Paket dann doch. Wenn organisatorisch und preislich möglich, nimm doch auch mal die Herausforderung an und geh auf kulinarische Entdeckungstour.
    Jedoch ist unserer Ansicht nach All Inclusive nicht mit Inflexibilität in der Reiseplanung gleichzusetzen. All Inclusive heißt nicht, dass du dir alles vorkauen lassen musst und demnach auch nicht, dass du tun musst, was dein Reiseveranstalter dir als ein „Muss“ verkauft.

    Somit kann man zwar wortwörtlich eine „All-Inclusive-Reise“ machen, dies muss aber noch lange nicht sinnbildlich auch alles umfassen, was mit der Reise zu tun hat. Wenn wir pauschal reisen, haben wir zum Beispiel bis dato in den seltensten Fällen Ausflüge über das Hotel oder den Reiseveranstalter geplant und durchgeführt. Andere Reiseblogs, Reiseführer oder Tipps von Einheimischen vor Ort haben für uns bei der Auswahl der Erlebnisse einen wesentlich höheren Stellenwert.

    Ausflüge planen – Vom Veranstalter bis zum Strandverkäufer

    Kaum am Zielflughafen angekommen wirst du vom Personal des Reiseveranstalters eine Einladung zum „Kennenlernen“ in die Hand gedrückt bekommen. Oft findet dieses Treffen dann am ersten oder zweiten Tag statt, sodass wir persönlich wenig Lust haben unseren ersehnten Strandaufenthalt zu unterbrechen. Dieser Termin ist selbstverständlich nicht verpflichtend! Schließlich bist du im Urlaub. Wir empfehlen dir, den Termin nur wahrzunehmen, wenn du gar keinen Plan hast, was du vor Ort machen willst, dir die Sicherheit an oberster Stelle steht oder du auf eine deutschsprachige Durchführung angewiesen bist. Garantiert sind die Preise der dort angebotenen Touren teurer als woanders – bei exakt der gleichen Leistung. Wir möchten dir folgend drei Anlaufstellen für dein Programm vorstellen und deren Grad an Sicherheit, Freiheit und Kosten beurteilen:

    Grafik zu Sicherheit und Kosten bei Pauschalreisen
    Hinweis: Die Darstellung ist sehr allgemein gefasst, trifft jedoch auf nahezu alle Pauschalreisen von uns zu. In manchen Fällen müssen Teile der Darstellung nicht zutreffend sein

    In Kürze kannst du dazu mehr in unseren Beitrag „Achtung Touristenfalle – Lass dich nicht abzocken“ erfahren.

    Es gibt ferner eine vierte Möglichkeit dein Reiseland zu entdecken. Je nach Land und dessen Gegebenheit kannst du natürlich auch vieles mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen in Eigenregie planen. In den meisten Fällen ist dies die kostengünstigste und spannendste Methode. Manche Aktivitäten, wie z.B. eine Safari in Kenia, eine Bootstour auf dem Meer oder Paragliding sind auf diese Weise jedoch nicht möglich. Du bist damit außerdem schon sehr nah dran an einer individuellen Reise. Frage dich in dem Fall, ob eine Pauschalreise für dich wirklich Sinn macht. Manchmal ist es aber auch mal eine gelungene Abwechslung ein bis zwei Tage auf diese Art zu verbringen und sich für den Rest im Hotel verwöhnen zu lassen.

    Finde deinen Mix

    Du hast dich für eine Pauschalreise entschieden? Stell sie dir doch trotzdem einfach nach deinen Bedürfnissen zusammen! Auch an dieser Stelle sind deine persönlichen Erwartungen gefragt. Wenn du sehr viel Entspannung benötigst oder du in einer sehr ruhigen Hotelumgebung untergebracht bist, solltest du dich vielleicht tatsächlich wortwörtlich für All Inclusive entscheiden. Willst du tiefer eintauchen sollten lokale Restaurants, öffentliche Verkehrsmittel und örtliche Reisebüros für Touren bzw. Mietwagenverleih deine Anlaufstellen sein. Wäge ab nach Zeit, Sicherheitsbedürfnis, Preis und Zweck!

    Fazit

    Um dir abschließend noch einen simplen Überblick zu bieten, wie wir welche Länder bereist haben und daraus resultierende persönliche (!) Empfehlungen auszusprechen, haben wir folgende Tabelle erstellt.

    Reiseland Empfohlene Reiseart

    Individuell

    (einzelne Buchung und Planung von Anreise, Unterkunft, Ausflügen etc./keine persönliche Betreuung vor Ort)

    Pauschal mit individuellen Bausteinen

    (pauschal gebuchte Reise mit selbst zusammengestellten Reisebestandteilen - siehe "Finde deinen Mix")


    *auch individuell empfehlenswert

    Ägypten

    Pauschal

    (Pauschalreise mit im Hotel oder über den Veranstalter organisierten Touren)

    Wie dir die Tipps und die Übersicht zu verstehen gegeben haben, ist für uns Pauschalreisen nicht zwangsläufig sinnbildlich mit „All Inclusive“ gleichzusetzen. Auch eine pauschal organisierte Reise kannst du dir flexibel nach deinem Belieben gestalten. Einige Reiseziele, wie beispielsweise Mauritius, eignen sich sowohl als Individual- als auch als Pauschalreise. Dort ist in jedem Fall beides gut möglich. Deine Bedürfnisse, Erwartungen und Erfahrungen sind das Maß aller Dinge!

    geschrieben von Hannah

    Jetzt du! Hast du schon mal Pauschalurlaub gemacht und wenn ja, wo und warum? Was ist deine Meinung zu dem Thema oder hast du eine Frage? Lass es uns wissen und kommentiere den Beitrag.