Peru - Platz in Lima

Lima – Unsere Highlights der Pazifik-Metropole

Lima, Perus direkt an der Pazifikküste gelegene Hauptstadt, ist eine absolute Metropole. Im Verwaltungsgebiet der Stadt leben mit circa 8,6 Mio. Einwohnern fast 27% der gesamten peruanischen Bevölkerung (32 Mio. Stand 2017). Die Stadt und damit dieser Anteil wächst und wächst, denn immer mehr Menschen ziehen vom Land in die Stadt mit all ihren Möglichkeiten. Dies stellt die Infrastruktur ständig vor neue Herausforderungen. Insbesondere die Verkehrsauslastung ist echt heftig. Wir persönlich haben vor Ort nie länger direkt in Lima gelebt, sind quasi immer nur zu einzelnen Ausflügen reingefahren oder nutzten den Flughafen der Stadt. Nichtsdestotrotz hat uns vieles gefallen, was wir dort sahen und erlebten. Und zwar nicht nur auf unserer gemeinsamen Reise 2017, sondern auch auf früheren Reisen (2009 & 2014). Immer machten wir hier jeweils Station und unternahmen verschiedene Ausflüge. Daher im Folgenden unsere 5 Highlights in Lima…

Reisedaten

Lateinamerika:
Reisezeit: August - Oktober 2017
Reisedauer: 50 Tage

Peru:
Reisezeit: August/September 2017
Reisedauer: 11 Tage
Unterkunftsart: Gastfamilien

Plaza de Armas  – Zentrum der kolonialen Altstadt

Wie in nahezu jeder südamerikanischen Stadt bildet auch in Lima die Plaza de Armas, auch oft Plaza Mayor („Hauptplatz“) genannt, den Mittelpunkt. Gelegen im historischen Stadtkern zeigt der Platz sich umgeben von Prachtbauten und Palästen als Zentrum der kolonialen Altstadt. Ein wirklich repräsentatives und typisches Bild Limas findet sich hier, wo der Regierungspalast an die Kathedrale und den Erzbischofspalast grenzt. Auch der Stadtpalast und der Palast der Union befinden sich hier.  Mit seinen geometrisch angelegten Palmen und Blumen lockert die Plaza de Armas das durch die Bauten doch starke und wuchtige Stadtbild auf. Er lädt ein zum Flanieren und Pausieren in der Hektik der Metropole. 1535 soll Francisco Pizarro hier Lima gegründet haben und so kann man dort auch heute Zeuge verschiedenster Baustile werden und so einiges über Limas Geschichte lernen.

Lima Plaza de Armas

Kirchen und Klöster – Religiöse Repräsentanten

Auch wenn wir uns persönlich nicht gerade als fromm und gläubig bezeichnen würden, so gibt es in Lima doch einige religiöse Bauwerke, die auch uns in Staunen versetzt haben. Stellvertretend dafür nennen wir, neben der eben genannten Kathedrale, die ebenfalls inmitten der historischen Altstadt gelegene Iglesia San Pedro. Wie so viele andere wurde auch diese im 16. Jahrhundert von den Spaniern gebaut. Im Inneren erstrahlt ein gewaltiger Altar überzogen mit Blattgold. Die hier befindlichen Kunstwerke und wertvollen Reliquien locken jährlich nicht nur Kunstbegeisterte an. Außerdem läutet in einem der beiden Türme die sogenannte „Abuelita“ („Großmütterchen“), die älteste Glocke Limas.

Mehr dazu findest du hier!

Lima - Rote Kirche

Puente de los Suspiros – Die Seufzer-Brücke im Künstlerviertel

Eines unserer Lieblingsziele war auch immer wieder die Puente de los Suspiros („Seufzerbrücke“). Eine schöne, kleine Holzbrücke gelegen im Künstlerviertel Barranco mit Blick auf die nahe gelegene Pazifikküste. Sie stammt aus dem Jahr 1876, führt über die Schlucht der Bajada de los Baños und ist wirklich ein zwar einfaches aber besonderes Schmuckstück. Sinnbildlich für den Charme des Viertels mit all seiner Kunst, Musik und Schauspielkunst rankt sich auch um diese Brücke eine mystische Legende. Die Überlieferung besagt, wer es schafft beim erstmaligen Überqueren der Brücke, die Luft anzuhalten, hat im Anschluss einen Wunsch frei. Auch wenn dieser vielleicht nicht gleich in Erfüllung geht, so lädt das Viertel Barranco dich mit all seinen Kneipen, Restaurants und Theatern ein, eine leichtere, lebensfrohe Facette Limas zu erleben. Wenn deine Füße nicht mehr können, bietet sich eine kleine Tour mit einer altertümlichen Tram an.

Costa Verde – Die windigen Pazifik-Strände

Die Pazifikküste zieht sich entlang der ganzen Region. Diese langgestreckte Küstenwüste bietet mit ihren Felsen und teils steilen Hängen Schutz vor den mächtigen Wellen des Pazifiks. Doch direkt in Lima gibt es auch wirklich große und schöne Strandabschnitte. Insbesondere die Costa Verde hat es uns angetan. Sie bietet einen herrlichen Ausblick auf die unendlichen Weiten des Meeres sowie eine Strandpromenade für gemütliche Spaziergänge. Einen tropisch grünen Traumstrand darf man auch hier nicht erwarten, aber die Costa Verde bietet einen schönen Kontrast zu den sonst schroffen Felsen. Außerdem ist sie ein guter, während der Woche oft ruhiger Rückzugsort. An den Wochenenden wird sie dann zu einem wahren Eldorado für wilde Wassersportler wie Surfer oder Paraglider. Probiere es doch hier einmal aus!

Lima - Costa Verde bei Nacht
Lima - Costa Verde

Estadio Monumental – Heimspielstätte von Universitario

Schnell angefixt von meinem peruanischen Gastbruder verlagerte sich meine Sympathie für den peruanischen Fußball schnell auf den Underdog Universitario („La U“) und nicht auf den beherrschenden Favoriten Allianza Lima. Im Laufe meiner Besuche versuchte ich seitdem immer auch Fußballspiele zu verfolgen, am liebsten von „La U“ oder wie es sich auf unserer letzten Reise anbot, der peruanischen Nationalmannschaft. Das Estadio Monumental „U“ ist die Heimspielstätte von Universitario und gelegentlich der peruanischen Nationalmannschaft. Dieser Betonklotz mit bunten Sitzschalen ist seit der Verkleinerung des Maracana in Rio mittlerweile das größte Fußballstadion Südamerikas mit über 80.000 Plätzen. Obwohl bei uns „nur“ mit rund 50.000 Zuschauern gefüllt, die Stimmung war wirklich atemberaubend. Voller Leidenschaft, Stolz und stets fröhlich peitschten die Peruaner ihr Team nach vorne. Wer hätte gedacht, dass gerade bei diesem Spiel das Wunder seinen Lauf nahm und sich Peru für die WM 2018 endlich wieder qualifiziert hat.

Lima - Estadio Monumental
Lima - Estadio Monumental

Tagebuchausschnitt (Henrik), Peru 03.09.:

„Noch am selben Abend ging es dann in die andere Richtung gen Lima ins Estadio Monumental. Ein WM- Qualifikationsspiel zwischen Peru und Nachbar Bolivien sorgte dafür, dass trotz der späten Stunde (Anpfiff 21:15 Uhr) und dem Arbeitswochentag (Donnerstag) das mittlerweile größte Stadion Südamerikas ganz gut gefüllt war. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen! Mit meinem Liebling Jefferson Farfán (doch leider ohne Hannahs Paolo Guerrero) startete Peru gut in das Match. Die von Anfang an enthusiastische Stimmung entlud sich dann völlig als Anfang der 2. HZ Peru zu einem Doppelschlag ansetzte und binnen weniger Minuten eine wohlverdiente 2:0 Führung erzielte.

Am Ende wurde es unnötig und unerwartet nochmal knapp, aber alles in allem ein extrem verdienter Sieg gegen schwache Bolivianer. Der Rest des Abends wurde der Sieg gefeiert, denn aufgrund überraschender Pleiten von Chile und Argentinien war es plötzlich wieder in Reichweite, das große Ziel, sich endlich wieder für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Für uns stand nach diesem langen, harten Tag erstmal etwas Ausschlafen, Ausruhen und Planen auf dem Programm, bevor wir dann am nächsten Abend noch einen kurzen Stadtausflug durch Lima unternahmen. Gerade lang genug um einiges Neues sowie Bekanntes von der uns ja nicht mehr unbekannten Stadt zu sehen. Morgen geht’s um 04:30 Uhr mit der knapp 5 stündigen Fahrt nach Paracas los. Es sollte ein weiterer intensiver Tag, voller Eindrücke und Erlebnissen werden…“

Herrlich! Ehrlich?

Lima ist eine Riesenstadt und wir haben bei Weitem nicht alles gesehen. Die Hauptstadt Perus kann schon sehr überladend und anstrengend auf einen wirken. Daher empfehlen wir auf die gegebenen, ruhigen Rückzugsorte zurückzugreifen, wenn es zu viel wird. Zur modernen Metropole fehlt infrastrukturell noch Einiges. Dafür hat Lima sich im Kern der Altstadt einiges an Schönheit in Form erhalten können. Doch am Rande der Stadt schließen sich mehr und mehr ärmere Kreise an und lassen diese Metropole wachsen. Meist ist das Wetter in Lima sehr verhangen, unter anderem bedingt durch den entstehenden Smog. Zusätzlich zum enormen Verkehrschaos erstickt Lima an einem Müllproblem. Dazu wurden nun sogar dressierte Geier eingesetzt.  Ja ist das zu glauben?

Schlussendlich wollen wir nicht weggucken! Wir als Touristen sollten uns unserer Verantwortung bewusst sein und alles versuchen diese Situation nicht noch zusätzlich zu verschlimmern. Denn Lima, die einzige direkt am Pazifik gelegene Hauptstadt Südamerikas, ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

geschrieben von Henrik

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