Unsere Geschichte

Die Magie der Anden
Hannah & Henrik am Titicacasee in Peru

Es ereignete sich im fernen Peru, hoch oben in den Anden, inmitten der idyllischen, kolonialen Straßen Cuscos, wo einst die alten Inka lebten. Dieser Ort scheint etwas ganz Besonderes in sich zu tragen, etwas das keiner so recht in Worte zu fassen vermag, etwas das sich dem Greifbaren entzieht. Offenbar wirkt von Cusco ein unbändiger Reiz, von dem im Jahre 2014 auch zwei junge Menschen aus Deutschland wie magisch angezogen wurden.

Ihre Namen waren Hannah und Henrik. Zwei junge Menschen, die sich aufmachten in die große weite Welt, um Neues zu erleben, um die grenzenlose Freiheit zu spüren, um sich selbst zu finden – und letztendlich auch einander.

150 Kilometer. Eine überschaubare Distanz, die Hannah und Henrik in ihrem Heimatland trennte. Zu viel, sich bereits begegnet zu sein. 10.400 Kilometer. Ein langer Weg, weit weg von der Heimat. Gerade genug für eine schicksalsträchtige Begegnung. 

Hannah – ein blondes, blutjunges dennoch keckes Mädchen engagierte sich mit großem Herzen in einem sozialen Projekt der Organisation Proyecto Perú. Das war ihr Traum, Peru war ihr Traum seit über fünf Jahren. Sie half peruanischen Kindern, die nicht so wohlbehütet aufwuchsen wie sie, ins Leben, unterstützte sie beim Lernen, spielte mit ihnen. Hannah bewies ein großes Herz und realisierte, wie privilegiert doch ihre eigene Kindheit war, wohlwissend, dass sie ab sofort das Leben mehr zu schätzen wissen wird. Nicht wohlwissend, dass an jenem Abend ihr Leben eine unerwartete Wendung erfahren wird. So machte sie sich auf zu einer Abendveranstaltung, die ganz im Zeichen der Wohltätigkeit stehen sollte. Für den kleinen Miguel, der unter einer schweren Behinderung litt, wollte Hannah Spenden für Medikamente sammeln…

Henrik – ein engagierter Sportstudent war nicht das erste Mail in Peru. Er hatte im Jahre 2009 bereits auf einem mehrmonatigen Schüleraustausch eine enge Verbindung, nicht nur zu seiner Gastfamilie, sondern auch emotional zum Land entwickelt. Henrik war ein Rückkehrer. Dieses Mal absolvierte er ein Praktikum im Rahmen eines Regierungsprojekts zur Verstärkung des Schulsports. Trotz Vollzeitjob in der Schule, genoss er die Zeit in Cusco und verbrachte viel Zeit mit ähnlich Gesinnten, jungen reisenden Menschen, die sich über die Organisation Proyecto Perú regelmäßig trafen. So stieß er eines Abends im Club „Inca Team“ auf Hannah, die dort mit ihrer Dose Spenden sammelte. Man kam ins Gespräch, verabredete sich und so nahmen die Dinge ihren Lauf…

So schön die Geschichte auch klingen mag, die gemeinsamen Tage waren gezählt. Nur eine Woche dauerte es, bis Hannah die zuvor noch so weit entfernte Rückreise antreten musste. Eine wahrhaftige Bestandsprobe, wo doch keiner so recht wusste, was es mit dieser Begegnung wirklich auf sich hatte, ob es weitere Seiten dieser Geschichte geben wird. Doch tief im Inneren war es zu spüren – für beide. Als auch Henrik zurück in der Heimat war, ebnete sich der Weg in eine gemeinsame Zukunft. Ein Weg, der seine Wurzeln im südamerikanischen Hochland hat. 

Nennt man das Magie?